Künstlerberatung Stefan Kuntz

rat fuer kuenstlerinnen Nr. 128

Newsletter der Künstlerberatung Stefan Kuntz
vom 9. Oktober 2017

Dies ist die Webfassung des eMail-Newsletters, den mann und frau gerne gratis abonnieren kann, in dem frau oder mann mir eine eMail schickt. Die Webfassung ist auf die reinen News beschränkt. Zu den meisten Themen gibt es mehr Informationen auf der Seite Tipps/Fundgrube, in die die Informationen aus den bisherigen Newslettern eingebaut werden. 

 

Die Themen:

KSK-Prüfwelle auch in diesem Jahr: Überprüfung der Versicherten

Welches Visum für welche Arbeit?

Stipendien auf illegaler Basis

Wann kommt ein Ausstieg aus der KSK in Frage?

Neuregelung der Beitragsberechnung in der GKV ab 2018

Auszahlung von Rentenversicherungen

Uuups! Ein Klick zuviel! Ich habe die Rechnung leider doppelt beglichen.

Ist die Anstellung doch die bessere Alternative?

Stimmt Deine Preisliste noch? Bleiben Deine Honorare auch 2018 unverändert?

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KSK-Prüfwelle auch in diesem Jahr: Überprüfung der Versicherten

Sie finden viele Infos in meinem Survival Kit digital plus, Kap. 6.9.2.bis 5 und auf meiner Website, z.B. "KSK: Überprüfung der Versicherten (Special)" und "KSK-Einkommen-Schätzung 2018". Wenn Sie persönlich beraten werden wollen, fordern Sie bitte rechtzeitig einen Beratungsauftrag an, damit meine Beratung vor Mitte November abgeschlossen werden kann (s.o.)

9.10.2017

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Welches Visum für welche Arbeit?

Studenten, z.B. aus China, die ein Visum haben für z.B. ein Musikstudium in Deutschland und nur dafür, dürfen hier natürlich nicht arbeiten.
Wenn aber im Visum steht, dass abhängige Beschäftigung erlaubt ist, prima, aber dann ist natürlich keine selbständige Beschäftigung erlaubt. Solch ein Visum bei der Ausländerbehörde zu ändern, kann schwierig sein und noch schwieriger werden, wenn man bereits illegal arbeitet, logisch. Auftraggeber sollten ausländische Mitarbeiter nicht falsch beraten. Mehr im Survival Kit digital plus, Kap. 13.2.5

zuletzt aktualisiert: 9.10.2017

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Stipendien auf illegaler Basis

Stipendien werden von Stiftungen und staatlichen Stellen in der Regel vergeben, um besonders talentierten Personen Gelegenheit zu geben, sich persönlich weiterzuentwickeln („Villa Massimo“). Dabei ist ein Stipendium eigentlich ein Geschenk, das nach sehr sorgfältiger Prüfung vergeben wird. Oft wird das Stipendium sehr sinnvoll mit flankierenden Leistungen versehen: Coaching, Sprachkurse, Reisekosten, Impfkosten etc. Meist werden Regeln vereinbart, um das Stipendium zu beenden, sollte die Stipendiatin das Geschenk missbrauchen. Als Beschenkte ist die Stipendiatin nicht verpflichtet,  für den Stipendiumsgeber Leistungen zu erbringen. Sie ist weisungsfrei, hat keinen Auftrag, schuldet keinen Dienst oder Erfolg. Die mit dem Stipendium finanzierte Tätigkeit ist weder eine abhängige Beschäftigung noch eine selbständige Tätigkeit. Gleichwohl setzt der Stipendiumsgeber das Stipendium oft ein, um sein eigenes Image indirekt oder direkt zu verbessern und dabei möglichst geringe Nebenkosten zu haben (keine Sozialversicherungspflicht, Steuerfreiheit für Stipendien von gemeinnützigen Organisationen). Das kann zu Konflikten führen, weil doch bestimmte Leistungen vereinbart werden, die im besonderen Interesse des Stipendiumgebers liegen. Das könnte dazu führen, dass die Tätigkeit nicht als bedingungsloses Stipendium sondern als Arbeitnehmertätigkeit verstanden werden muss, vor allem, wenn das Stipendium einen Auslandsaufenthalt finanzieren soll in einem Land, das Stipendien dieser Art nicht kennt und ein Arbeitsrecht anwendet, das gerade für Ausländer sehr strikt sein kann. Eine Einreise als Touristin mit einem Stipendium, das zu bestimmten Leistungen im Ausland verpflichtet, führt ziemlich sicher zu Problemen mit der lokalen Ausländerbehörde. Die Beschreibung der Aufgaben der „Kulturmanager in der arabischen Welt“ macht diese Probleme beispielhaft deutlich. Solche Aufgaben dürften meiner Meinung natürlich nicht von einer Stipendiatin mit Touristenvisum erledigt werden. Mit solchen Konstruktionen schießt eine Stiftung – was ihren Imagezuwachs angeht – ein Eigentor.

9.10.2017

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Wann kommt ein Ausstieg aus der KSK in Frage?

Der Mindestbeitrag beträgt in der „freiwilligen“ Krankenversicherung für hauptberuflich Selbständige ohne Offenlegen sämtlicher Vermögensverhältnisse rund 400 €  auf Grund der Mindestbemessungsgrundlage (2017) von 2.231,75 € und erhöht sich möglicherweise nach Vorliegen des Einkommenssteuerbescheides auf (max.) 780 €.
Der Wechsel von der (Pflicht-)KV über die KSK in die „freiwillige“ Krankenversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben ab einem monatlichen Gewinn von mehr als 450 € oder 5.400 €/Jahr in einer nicht-künstlerischen, selbständigen Tätigkeit (Schneiderin statt Textildesignerin). Der Wechsel macht aber überhaupt keinen Sinn bei einem Gewinn in der Nähe dieser Grenze, weil dann der gesamte Gewinn durch KV-Beiträge aufgefressen wird. Wer also zähneknirschend wechselt, sollte wenigstens mehr als die Mindestbemessungsgrundlage an Gewinn erzielen, also mehr als rund 2.300 €/Monat. Wenn das nicht möglich ist, sollte frau diese zweite nicht-künstlerische, selbständige Tätigkeit so niedrig fahren, dass sie unter der magischen Grenze von 5.400 €/Jahr bleibt.
Die Versicherung als „freiwillig Versicherter“ ist grob doppelt so teuer wie die Pflichtversicherung über die KSK, weil der Zuschuss der KSK wegfällt.
Bei diesem Wechsel muss auch die Rentenversicherung berücksichtigt werden: Als „freiwillig Versicherter“ ist mann in der Regel nicht renten-pflichtversichert. Die meisten „freiwillig Versicherten“ sind deshalb nicht rentenversichert. Manche zahlen freiwillig in die Rentenversicherung ein, wobei sie Höhe und Zahlungsrhythmus selbst bestimmen können. Auch hier: Die Versicherung als „freiwillig Versicherter“ ist grob doppelt so teuer wie die Pflichtversicherung über die KSK, weil der Zuschuss der KSK wegfällt. Tipp: Auf jeden Fall mit einem kleinen Beitrag den Fuß in der Tür halten, d.h. die Anwartschaften erhalten.
Dozentinnen sind aber pflichtversichert bei der DRV, ohne dass sie dafür irgendwoher einen Zuschuss erhalten. Deshalb muss umso intensiver nachgedacht werden, ab wann die zweite nicht-künstlerische, selbständige Tätigkeit Sinn macht. Mehr im Survival Kit digital plus, Kap. 6.3.
Ähnliche Überlegungen müssen angestellt werden, wenn frau aus der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln will. Dazu steht in Kap. 6.1.8.3 ein neues Rechenbeispiel. Fazit: Je geringer das Einkommen, desto dringender ist das Verlassen der PKV.

9.10.2017

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Neuregelung der Beitragsberechnung in der GKV ab 2018

Für viele Selbstständige (außerhalb der KSK) wird die Neuregelung der Beitragsfestsetzung im Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz erhebliche finanzielle Nachteile bringen. Denn ab 2018 werden ihre Krankenkassenbeiträge nur noch vorläufig festgesetzt und später anhand des Steuerbescheids endgültig berechnet. Das kann zu erheblichen Nachzahlungen führen.
Vor allem für Teilzeit-Selbstständige mit geringem Einkommen entstehen hohe Risiken.
Die neue Regelung bedeutet eine zusätzliche Hürde für alle, die eine Existenz aufbauen wollen: Wer unter 425 € monatlich verdient, muss den Gewinn sprunghaft steigern, damit sich die Arbeit lohnt. Denn erst ab 2.132  € Monatsgewinn richtet sich der Beitrag für Kranken- und Pflegeversicherung nach dem tatsächlichen Einkommen. In der Zone dazwischen kann rückwirkend ein überhöhter Mindestbeitrag gefordert werden. Völlig klar sind die neuen Regeln noch nicht, deshalb Abwarten und Augen auf! https://www.haufe.de/sozialwesen/versicherungen-beitraege/geaenderte-beitragsberechnung-fuer-selbststaendige-geplant_240_402668.html und https://www.handwerk.com/gkv-beitrag-selbststaendige-zahlen-bald-einkommensabhaengig und https://www.vgsd.de/neue-beitragsregelung-schafft-haerten-fuer-gesetzlich-krankenversicherte-selbststaendige/

9.10.2017

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Auszahlung von Rentenversicherungen

Bei der Auszahlung von Rentenversicherungen im Alter kann frau meist wählen zwischen monatlichen Rentenzahlungen (meist bis ans Lebensende) oder einer einmaligen Kapitalabfindung zu einem vereinbarten Termin. Der Termin einer einmaligen Kapitalabfindung sollte in die Zeit der Pflichtversicherung als Arbeitnehmer oder Versicherter der KSK fallen, weil die Kapitalabfindung (Abschluss der Rentenversicherung nach 2005)  sonst als Rentner („freiwillig versichert“) der Beitragspflicht der gesetzlichen Krankenkasse unterliegt. Mehr im Survival Kit digital plus, Kap. 6.5.3.

 

9.10.2017

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Uuups! Ein Klick zuviel! Ich habe die Rechnung leider doppelt beglichen.

Elektronisch übermittelte Rechnungen verleiten gelegentlich dazu, doppelt bezahlt zu werden. Tipp: Ausdrucken und handschriftlich draufschreiben „überwiesen am 11.11.2021 von Kto 3123“ – ähnliche Vermerke lassen sich auch digital anbringen.

9.10.2017

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Ist die Anstellung doch die bessere Alternative?

Mit Startup-Förderung und anderen Bonbons  wird einem die Selbständigkeit vom Staat schmackhaft gemacht (vor allem Arbeitslosen). Aber dann kommen dem frischen Selbständigen vor allem im Kulturbereich doch so gewisse Zweifel, ob das der richtige Weg ist, und er überlegt, was eigentlich die Vorteile einer Anstellung sein könnten. Und die habe ich in einem „Special“ zusammengestellt. Bitte sehr und gratis.

9.10.2017

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Stimmt Deine Preisliste noch? Bleiben Deine Honorare auch 2018 unverändert?

Mit dem Inflationsrechner können Preissteigerung und Kaufkraftverlust anhand historischer Daten oder für beliebige Eingaben berechnet werden. Mehr im Survival Kit digital plus, Kap. 14.6.1.

9.10.2017

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zuletzt aktualisiert: 9.10.2017