Künstlerberatung Stefan Kuntz

Tipps / Fundgrube


Die neuesten Tipps ab 2017 im einzelnen -
die neuesten oben, die alten unten,
ohne Systematik

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Ältere Tipps bis Dezember 2016 finden Sie durch einen Klick hier

Ältere Tipps bis Dezember 2014 finden Sie durch einen Klick hier

Ältere Tipps bis Februar 2013 finden Sie durch einen Klick hier

Ältere Tipps bis Dezember 2011 finden Sie durch einen Klick hier

Ältere Tipps bis April 2010 finden Sie durch einen Klick hier

Und noch ältere bis Juni 2008 finden Sie hier

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KSK-Prüfwelle auch in diesem Jahr: Überprüfung der Versicherten

Sie finden viele Infos in meinem Survival Kit digital plus, Kap. 6.9.2.bis 5 und auf meiner Website, z.B. "KSK: Überprüfung der Versicherten (Special)" und "KSK-Einkommen-Schätzung 2018". Wenn Sie persönlich beraten werden wollen, fordern Sie bitte rechtzeitig einen Beratungsauftrag an, damit meine Beratung vor Mitte November abgeschlossen werden kann (s.o.)

9.10.2017

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Welches Visum für welche Arbeit?

Studenten, z.B. aus China, die ein Visum haben für z.B. ein Musikstudium in Deutschland und nur dafür, dürfen hier natürlich nicht arbeiten.
Wenn aber im Visum steht, dass abhängige Beschäftigung erlaubt ist, prima, aber dann ist natürlich keine selbständige Beschäftigung erlaubt. Solch ein Visum bei der Ausländerbehörde zu ändern, kann schwierig sein und noch schwieriger werden, wenn man bereits illegal arbeitet, logisch. Auftraggeber sollten ausländische Mitarbeiter nicht falsch beraten. Mehr im Survival Kit digital plus, Kap. 13.2.5

zuletzt aktualisiert: 9.10.2017

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Stipendien auf illegaler Basis

Stipendien werden von Stiftungen und staatlichen Stellen in der Regel vergeben, um besonders talentierten Personen Gelegenheit zu geben, sich persönlich weiterzuentwickeln („Villa Massimo“). Dabei ist ein Stipendium eigentlich ein Geschenk, das nach sehr sorgfältiger Prüfung vergeben wird. Oft wird das Stipendium sehr sinnvoll mit flankierenden Leistungen versehen: Coaching, Sprachkurse, Reisekosten, Impfkosten etc. Meist werden Regeln vereinbart, um das Stipendium zu beenden, sollte die Stipendiatin das Geschenk missbrauchen. Als Beschenkte ist die Stipendiatin nicht verpflichtet,  für den Stipendiumsgeber Leistungen zu erbringen. Sie ist weisungsfrei, hat keinen Auftrag, schuldet keinen Dienst oder Erfolg. Die mit dem Stipendium finanzierte Tätigkeit ist weder eine abhängige Beschäftigung noch eine selbständige Tätigkeit. Gleichwohl setzt der Stipendiumsgeber das Stipendium oft ein, um sein eigenes Image indirekt oder direkt zu verbessern und dabei möglichst geringe Nebenkosten zu haben (keine Sozialversicherungspflicht, Steuerfreiheit für Stipendien von gemeinnützigen Organisationen). Das kann zu Konflikten führen, weil doch bestimmte Leistungen vereinbart werden, die im besonderen Interesse des Stipendiumgebers liegen. Das könnte dazu führen, dass die Tätigkeit nicht als bedingungsloses Stipendium sondern als Arbeitnehmertätigkeit verstanden werden muss, vor allem, wenn das Stipendium einen Auslandsaufenthalt finanzieren soll in einem Land, das Stipendien dieser Art nicht kennt und ein Arbeitsrecht anwendet, das gerade für Ausländer sehr strikt sein kann. Eine Einreise als Touristin mit einem Stipendium, das zu bestimmten Leistungen im Ausland verpflichtet, führt ziemlich sicher zu Problemen mit der lokalen Ausländerbehörde. Die Beschreibung der Aufgaben der „Kulturmanager in der arabischen Welt“ macht diese Probleme beispielhaft deutlich. Solche Aufgaben dürften meiner Meinung natürlich nicht von einer Stipendiatin mit Touristenvisum erledigt werden. Mit solchen Konstruktionen schießt eine Stiftung – was ihren Imagezuwachs angeht – ein Eigentor.

9.10.2017

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Wann kommt ein Ausstieg aus der KSK in Frage?

Der Mindestbeitrag beträgt in der „freiwilligen“ Krankenversicherung für hauptberuflich Selbständige ohne Offenlegen sämtlicher Vermögensverhältnisse rund 400 €  auf Grund der Mindestbemessungsgrundlage (2017) von 2.231,75 € und erhöht sich möglicherweise nach Vorliegen des Einkommenssteuerbescheides auf (max.) 780 €.
Der Wechsel von der (Pflicht-)KV über die KSK in die „freiwillige“ Krankenversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben ab einem monatlichen Gewinn von mehr als 450 € oder 5.400 €/Jahr in einer nicht-künstlerischen, selbständigen Tätigkeit (Schneiderin statt Textildesignerin). Der Wechsel macht aber überhaupt keinen Sinn bei einem Gewinn in der Nähe dieser Grenze, weil dann der gesamte Gewinn durch KV-Beiträge aufgefressen wird. Wer also zähneknirschend wechselt, sollte wenigstens mehr als die Mindestbemessungsgrundlage an Gewinn erzielen, also mehr als rund 2.300 €/Monat. Wenn das nicht möglich ist, sollte frau diese zweite nicht-künstlerische, selbständige Tätigkeit so niedrig fahren, dass sie unter der magischen Grenze von 5.400 €/Jahr bleibt.
Die Versicherung als „freiwillig Versicherter“ ist grob doppelt so teuer wie die Pflichtversicherung über die KSK, weil der Zuschuss der KSK wegfällt.
Bei diesem Wechsel muss auch die Rentenversicherung berücksichtigt werden: Als „freiwillig Versicherter“ ist mann in der Regel nicht renten-pflichtversichert. Die meisten „freiwillig Versicherten“ sind deshalb nicht rentenversichert. Manche zahlen freiwillig in die Rentenversicherung ein, wobei sie Höhe und Zahlungsrhythmus selbst bestimmen können. Auch hier: Die Versicherung als „freiwillig Versicherter“ ist grob doppelt so teuer wie die Pflichtversicherung über die KSK, weil der Zuschuss der KSK wegfällt. Tipp: Auf jeden Fall mit einem kleinen Beitrag den Fuß in der Tür halten, d.h. die Anwartschaften erhalten.
Dozentinnen sind aber pflichtversichert bei der DRV, ohne dass sie dafür irgendwoher einen Zuschuss erhalten. Deshalb muss umso intensiver nachgedacht werden, ab wann die zweite nicht-künstlerische, selbständige Tätigkeit Sinn macht. Mehr im Survival Kit digital plus, Kap. 6.3.
Ähnliche Überlegungen müssen angestellt werden, wenn frau aus der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln will. Dazu steht in Kap. 6.1.8.3 ein neues Rechenbeispiel. Fazit: Je geringer das Einkommen, desto dringender ist das Verlassen der PKV.

9.10.2017

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Neuregelung der Beitragsberechnung in der GKV ab 2018

Für viele Selbstständige (außerhalb der KSK) wird die Neuregelung der Beitragsfestsetzung im Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz erhebliche finanzielle Nachteile bringen. Denn ab 2018 werden ihre Krankenkassenbeiträge nur noch vorläufig festgesetzt und später anhand des Steuerbescheids endgültig berechnet. Das kann zu erheblichen Nachzahlungen führen.
Vor allem für Teilzeit-Selbstständige mit geringem Einkommen entstehen hohe Risiken.
Die neue Regelung bedeutet eine zusätzliche Hürde für alle, die eine Existenz aufbauen wollen: Wer unter 425 € monatlich verdient, muss den Gewinn sprunghaft steigern, damit sich die Arbeit lohnt. Denn erst ab 2.132  € Monatsgewinn richtet sich der Beitrag für Kranken- und Pflegeversicherung nach dem tatsächlichen Einkommen. In der Zone dazwischen kann rückwirkend ein überhöhter Mindestbeitrag gefordert werden. Völlig klar sind die neuen Regeln noch nicht, deshalb Abwarten und Augen auf! https://www.haufe.de/sozialwesen/versicherungen-beitraege/geaenderte-beitragsberechnung-fuer-selbststaendige-geplant_240_402668.html und https://www.handwerk.com/gkv-beitrag-selbststaendige-zahlen-bald-einkommensabhaengig und https://www.vgsd.de/neue-beitragsregelung-schafft-haerten-fuer-gesetzlich-krankenversicherte-selbststaendige/

9.10.2017

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Auszahlung von Rentenversicherungen

Bei der Auszahlung von Rentenversicherungen im Alter kann frau meist wählen zwischen monatlichen Rentenzahlungen (meist bis ans Lebensende) oder einer einmaligen Kapitalabfindung zu einem vereinbarten Termin. Der Termin einer einmaligen Kapitalabfindung sollte in die Zeit der Pflichtversicherung als Arbeitnehmer oder Versicherter der KSK fallen, weil die Kapitalabfindung (Abschluss der Rentenversicherung nach 2005)  sonst als Rentner („freiwillig versichert“) der Beitragspflicht der gesetzlichen Krankenkasse unterliegt. Mehr im Survival Kit digital plus, Kap. 6.5.3.

 

9.10.2017

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Uuups! Ein Klick zuviel! Ich habe die Rechnung leider doppelt beglichen.

Elektronisch übermittelte Rechnungen verleiten gelegentlich dazu, doppelt bezahlt zu werden. Tipp: Ausdrucken und handschriftlich draufschreiben „überwiesen am 11.11.2021 von Kto 3123“ – ähnliche Vermerke lassen sich auch digital anbringen.

9.10.2017

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Ist die Anstellung doch die bessere Alternative?

Mit Startup-Förderung und anderen Bonbons  wird einem die Selbständigkeit vom Staat schmackhaft gemacht (vor allem Arbeitslosen). Aber dann kommen dem frischen Selbständigen vor allem im Kulturbereich doch so gewisse Zweifel, ob das der richtige Weg ist, und er überlegt, was eigentlich die Vorteile einer Anstellung sein könnten. Und die habe ich in einem „Special“ zusammengestellt. Bitte sehr und gratis.

9.10.2017

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Stimmt Deine Preisliste noch? Bleiben Deine Honorare auch 2018 unverändert?

Mit dem Inflationsrechner können Preissteigerung und Kaufkraftverlust anhand historischer Daten oder für beliebige Eingaben berechnet werden. Mehr im Survival Kit digital plus, Kap. 14.6.1.

9.10.2017

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Künstlersozialabgabe 2018

Künstlersozialabgabe sinkt 2018 auf 4,2 Prozent. Mehr Survival Kit digital plus, Kap.5.2

1.7.2017

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Nachfolgeregelungen für Vereine

Nachfolgeregelungen für Kulturbetriebe in Form eines gemeinnützigen e.V.‘s sind leider kompliziert: Die Gemeinnützigkeit macht die Mitnahme eines Veräußerungsgewinns bei Ausscheiden nahezu unmöglich. Stellen wir uns folgendes vor: Vor 35 Jahren haben 4 Künstler ein Theater gegründet und als e.V. betrieben. Nun wollen sie sich aus ihrem Lebenswerk zurückziehen und hätten gerne für das, was sie sehr florierend hinterlassen, auch finanziell eine Anerkennung, auch um ihre wackelige Altersvorsorge zu stabilisieren. Hätten sie das Theater als GbR oder Einzelunternehmer oder GmbH betrieben, wäre der Verkauf durchaus machbar. Aber einen e.V. kann man nicht verkaufen.
Einen Weg aus diesem Dilemma bietet der Umweg über die Umwandlung des e.V.‘s in eine gUG oder gGmbH. Die Nachfolger könnten die Gesellschafteranteile erwerben, aber Vorsicht:  der Kaufpreis darf das Nominalkapital einschließlich Sacheinlagen nicht übersteigen und muss sich im Rahmen der Selbstlosigkeit bewegen nach § 55 AO. Einer Abschöpfung von Gewinnen sind sehr enge Grenzen gesetzt, der Gesellschafter darf nicht  mehr als seinen Anteil am Stammkapital erhalten. Aber immerhin: die Nachfolger sind in der gGmbH nicht mehr den möglichen Turbulenzen einer Mitgliederversammlung ausgeliefert. Mehr Survival Kit digital plus, Kap. 3.15

 

1.7.2017

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Mindestgage für Gastverträge an Stadttheatern

Ab Oktober 2017 soll es Mindestgagen bei Gastverträgen für Vorstellungen und für Proben bei produktionsbezogen engagierten Künstlerinnen und Künstlern (befristete Arbeitsverträge) geben. Über die für Gastverträge geltenden Tarif-Regelungen haben sich am 2. Mai 2017 die Künstlergewerkschaften Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger und die Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V.  mit dem Deutschen Bühnenverein als Arbeitgeberverband bei ihren Manteltarifverhandlungen geeinigt. Es soll eine Mindestgage von 200 € pro Vorstellung geben, für volle Probentage eine Probengage von mindestens 90 € für halbe Probentage 60 €. Außerdem wurden die Voraussetzungen für die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld verbessert. 
Bisher wurden vielfach befristete Arbeitsverträge illegal als Honorarverträge für (schein-) selbständige Künstler abgeschlossen. Bleibt zu hoffen, dass das durch diesen Manteltarifvertrag aufhört. Mehr http://www.buehnengenossenschaft.de/pressemitteilung-erstmals-mindestgage-fuer-gastvertraege-an-deutschen-theatern  Mehr Survival Kit digital plus, Kap.14.6.3

 

1.7.2017

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Betriebsprüfung der Deutschen Rentenversicherung für Honorar- und Gastverträge

Bei den Puppenspielen der Stadt Köln gab es eine Betriebsprüfung der Deutschen Rentenversicherung in Bezug auf Honorar- und Gastverträge. Dabei wurde festgestellt, dass Sozialversicherungsbeiträge für Aushilfen im Foyer, Regieassistenten oder Musiker nicht gezahlt wurden. Das Hänneschen-Theater musste für die Jahre 2010 bis 2013 insgesamt 58.578 € nachentrichten plus Säumniszuschläge von 16.232 €. Merkwürdig ist, dass die Kulturverwaltung für diesen eklatanten Fall von Schwarzarbeit als Grund „Rechtsunsicherheit“ angibt. Trotz der Prüfung wurden auch 2015/2016 wieder Honorare an Regieassistenten und Aushilfspuppenspieler gezahlt, wieder ohne Abführen von Sozialversicherungsbeiträgen. Das kann sich nur ein Theater erlauben, das im Rücken eine Stadtverwaltung hat mit einem für das Theater gratis arbeitenden Rechtsamt. Und wann klingelt das Finanzamt wegen der Lohnsteuer? Mehr Survival Kit digital plus, Kap.5.2

 

1.7.2017

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eBooks MWSt

Die EU hat den Weg freigemacht für die Reduzierung des MWSt-Satzes auch für digital verbreitete Medien (E-Books). Bisher will der dt. Staat 19 % haben, statt wie bei Printmedien 7 %.  Mal sehen, wie lange das dauert, bis Deutschland diesen Weg geht. Mehr Survival Kit digital plus, Kap.4.7.2.3

 

1.7.2017

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Riestern /Grundsicherung

Im Betriebsrentenstärkungsgesetz finden sich auch Verbesserungen für KSK-(pflicht-)Versicherte:
Riester- und sonstige freiwillige Zusatzrenten sollen künftig im Alter auf die Grundsicherung erst ab 203 € angerechnet werden.
Grundförderung für Riester-Sparer wird von 154 auf 175 € erhöht. Es gibt Erleichterungen bei der Besteuerung der Abfindungen von Kleinbetragsrenten. Tritt zum 1. Januar 2018 in Kraft.
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/12/2016-12-21-betriebsrente-wird-attraktiver.html  Mehr Survival Kit digital plus, Kap.6.4.2

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Produktionsleiter Altersversorgung

Auch Produktionsleiter der freien Tanz- und Theaterszene und Bühnenkünstler, die selbständig an Theatern arbeiten, können sich seit 2017 bei der Versorgungsanstalt der Dt. Bühnen freiwillig versichern.  Details auf  http://kanzlei-laaser.com/vddb-freiwillige-versicherung-fuer-produktionsleiter_innen/  Mehr Survival Kit digital plus, Kap. 6.4.5

 

1.7.2017

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Freistellungserklärung GEMA /VG Wort

Die Gerichte haben den automatisch gültigen Schlüssel für die Verteilung der Tantiemen zwischen Verlagen und Urhebern aufgehoben, wie er von GEMA und VG Wort festgelegt wurde. Die Verwertungsgesellschaften müssen die zu Unrecht erfolgten Auszahlungen an die Verlage für die Jahre 2012 bis 2015 zurückfordern. Deshalb fordern die Verlage von den Urhebern eine Freistellungserklärung (Verzicht auf Nachforderungen: Wort bis Febr. 2017/ Musik bis Mai 2017 / Zustimmung zur Verlagsbeteiligung VG Wort bis 30.9.17), damit sie nichts zurückzahlen müssen und weiterhin ihren Anteil erhalten. Bevor frau das tut, sollte sie überlegen, ob sie mit der Leistung des Verlages zufrieden ist. Wenn nicht, zurückfordern und nicht unterschreiben. Zunächst sollte sie allerdings ein den bereits abgeschlossenen Verlag schauen, was dort regelt ist. Das gilt meist weiter. Mehr Survival Kit digital plus, Kap. 11

 

1.7.2017

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Haftpflicht bei Auslandsauftritt

Manche Auftraggeber im Ausland (vor allem im englischsprachigen) verlangen bei Vertragsabschluss (für einen Auftritt) den Nachweis einer Haftpflichtversicherung. Das sollte dann sinnvollerweise eine Berufshaftpflichtversicherung sein, die auch im Ausland gilt. Mehr Survival Kit digital plus Kap 13.1.3

 

1.7.2017

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Steueränderungen jetzt

Der Bundesrat hat am 12.05.2017 dem 2. Bürokratie-Entlastungsgesetz zugestimmt.
Ab 2018 wird die Grenze für Kleinbetragsrechnungen auf 250 € und die Abschreibungsgrenze wird auf 800 € erhöht. Anschaffungskosten für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens können dann bis zu einen Nettobetrag von 800 € sofort als Betriebsausgabe abgesetzt werden.
Aufzeichnungspflichten für geringwertige Wirtschaftsgüter auf 250 € erhöht.
Lohnsteueranmeldungen sind quartalsweise abzugeben, wenn die abzuführende Lohnsteuer mehr als 1.080 €, aber nicht mehr als jetzt 5.000 €beträgt.
Der durchschnittliche Tageslohn eines kurzfristig Beschäftigten wird auf 72 € angehoben.

 

5.7.2017

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Cyber-Angriffe

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt hier Empfehlungen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Betriebssystem und Ihr Anti-Viren-Schutz auf dem neuesten Update-Stand sind.

1.7.2017

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Krankengeld und Kuren auch für KSK-Versicherte

Dass es Krankengeld und Kuren auch für KSK-Versicherte gibt, die in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, ist eigentlich selbstverständlich, aber weitgehend unbekannt. Denn der Arzt hält einen Künstler erst einmal für einen Selbständigen und warum braucht der eine Krankschreibung? Er bekommt ja keine Lohnfortzahlung von seinem Chef. Krankmeldung ist aber der erste Schritt. Der Arzt kann sie nicht rückwirkend ausstellen. Wenn Sie nicht in die Sprechstunde gehen können, dann hinterlassen Sie wenigstens eine Nachricht beim Arzt. Und die Krankmeldung muss kontinuierlich verlängert werden (solange mann krank ist) und sofort der Krankenkasse zugesandt werden (Kopie machen!). Dann gibt es (wenn frau kein vorgezogenes Krankengeld auf ihre alleinigen Kosten vereinbart hat) ab der siebten Woche Krankengeld, das ist lang hin, aber immerhin.

Und wer öfter lange krankgeschrieben war, kann auch mit Hilfe seines Arztes eine Kur beantragen.
Da gibt es verschiedene Konstellationen:

ambulante und stationäre Vorsorgekuren
Wenn Sie nicht krankgeschrieben sind, übernimmt die Kasse nur die Kosten für den Kurarzt und 90 % der Kurmittel. Ihr Eigenbeteiligung am Rezept beträgt außerdem wie immer 10 €. Für Unterkunft und Verpflegung zahlt Ihnen die Kasse bis zu 16 €/Tag (Barmer und TK nix!).
Sind Sie aber krankgeschrieben, zahlt die Kasse alles bis auf Ihren Eigenanteil.
Nach einer schweren Erkrankung (oder Arbeits-/Unfall) oder einer OP bekommen Sie eine ambulante oder (teil-)stationäre REHA entweder von Ihrer Krankenkasse oder - wenn Sie wieder arbeiten wollen sollen - von der Berufsgenossenschaft und/oder der Rentenversicherung (Versorgungswerk) (was meist üppiger ist).
Dann gibt es noch Vorsorgekuren für Eltern und pflegende Angehörige.
Natürlich ist die Krankschreibung auch der erste, nötige Schritt für eine spätere Erwerbsminderungsrente (von der Dt. Rentenversicherung) oder Berufsunfähigkeitsrente o.ä. (von einer privaten Versicherung)

 

1.07.2017

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Gerüchte zum Thema KSK, neue Folge:

Ich habe gehört, die Sache mit der KSK sei nur nachteilig - mir wird davon abgeraten, überhaupt einen Antrag zu stellen.
Dieses Gerücht macht mich etwas sprachlos. Ich kratze mich am Kopf und frage mich, worin könnten die Nachteile bestehen?
 
·       Gut, als nicht-künstlerischer Selbständiger muss frau nicht renten-versichert sein, es sei denn, sie wäre Dozentin. Und wer weiß, was im Jahre 2060 los ist und ob ich jemals über die Armutsgrenze komme?
·       Gut, als Arbeitnehmer ist man auch arbeitslosenversichert und bekommt Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und ist automatisch über die Berufsgenossenschaft gegen Arbeitsunfälle versichert.
·       Gut, als nicht-künstlerische Selbständige muss frau sich nicht mit dem komplizierten Antragverfahren bei der KSK rumschlagen.
·       Gut, als künstlerischer und nicht-künstlerischer Selbständiger kann man sich jede Menge Ärger mit KSK und Krankenkasse einhandeln.
·       Ich will mich lieber privat versichern, da ist die KSK nix für mich.
Falsch! Du kannst Dich über die KSK privat krankenversichern und kannst auch statt Rentenversicherung eine befreiende Lebensversicherung abschließen. Ist aber nicht sinnvoll.
 
Aber:
·       Über die KSK kostet auch die Rentenversicherung nur die Hälfte wie für andere Selbständige. Und Rentenversicherung beinhaltet gratis auch Reha-Maßnahmen und Erwerbsminderungsrente. Aber zugegeben: Altersarmut kann trotz Rentenversicherung eintreten. Ich vermute, dass diejenigen, die überhaupt etwas in die Rentenversicherung eingezahlt haben, eher von unserem staatlichen Sozialnetz aufgefangen werden. Die Bundesregierung plant, dass ab 2018 private Vorsorge für Geringverdiener sinnvoller werden soll.
·       Krankengeld gibt’s auch über die KSK. Eine Arbeitslosenversicherung kann man beim Jobcenter freiwillig beantragen, wenn’s denn sein muss. Auch bei der Berufsgenossenschaft kann frau sich freiwillig versichern.
·       Zugegeben: Kontakt nur mit Krankenkasse und Rentenversicherung ist weniger stressig. Aber: wer auf die KSK verzichtet, verzichtet statistisch gesehen auf 48.000 €.
·       Zugegeben: Unser Sozialversicherungssystem wird unserem Alltag immer weniger gerecht, wo viele gleichzeitig ganz unterschiedliche Jobs mit ganz unterschiedlichem Status meistern müssen, um überhaupt über die Runden zu kommen.


Bitte vertrauen Sie nicht irgendwelchen Garderoben-Gerüchten:
Die KSK geht weder in Kürze pleite, noch freut sie sich, wenn jemand weniger schätzt als er wirklich verdient. Auch werden es die Lobbyisten der Verwerter nicht schaffen, die KSK abzuschaffen. Mehr im Survival Kit digital plus Kap. 6.1.1

 

zuletzt aktualisiert: 11.4.2017

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Midi-Job günstiger – für beide!

Minijobs können für die Arbeitgeber teurer sein als sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse: Anstelle des Arbeitgeberbeitrages zur Sozialversicherung von rund 20 Prozent tritt bei Minijobs eine Pauschalabgabe des Arbeitgebers in Höhe von 31 Prozent des Bruttolohns.
Für gewerbliche Mini-Jobs muss der Arbeitgeber 2017 pauschal 31,13 % abführen, nämlich 15 % RV; 13 % KV, sofern anderweitig gesetzlich krankenversichert; 2 % Steuern, sofern keine ELStAM-Daten vorliegen; 0,9 % U1 + 0,3 % U2 + 0,09 % Insolvenzgeldumlage. Dadurch verteuert sich der Mini-Job (netto 450 €) für Arbeitgeber auf rund 590 €.
Bei einem Brutto-Lohn in der Gleitzone von z.B. 460 € trägt der AG 89,20 €, der AN 52,23 €, d.h. dieses Beispiel ist für den AG zwar nur rund 40 € günstiger, aber der AN ist voll sozialversichert. Mehr im Survival Kit digital plus Kap.5.1.3/4

 

11.4.2017

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Urheberrechtsgesetz-Änderung zum 1.3.17

Das Urheberrechtsgesetz ist zum 1. März 2017 geändert worden. Einmal im Jahr hat der Urheber jetzt Anspruch auf Auskunft von seinen Vertragspartnern über den Umfang der Verwertung seiner Werke (§ 32d UrhG).
Wenn die Nutzung nicht mehr angemessen erscheint zum ursprünglich vereinbarten Honorar (siehe u.a. § 32a UrhG), dann kann der Urheber möglicherweise noch nachträglich Honorar nachfordern.
Außerdem gibt es Änderungen zu den Exklusivrechten. Exklusivrechte werden jetzt nach 10 Jahren nur noch einfache Rechte.
Die Vereinbarung  eines fortdauernden Exklusivrechtes ist zukünftig an bestimmte Bedingungen geknüpft. Mehr im Survival Kit digital plus Kap. 10.5.3

 

11.4.2017

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Die zweitbeste Methode der Einkommensschätzung für die KSK

Die zweitbeste Methode ist, alle drei Monate seine Schätzung zu korrigieren. Diese Methode empfiehlt sich für Versicherte, die umsatzsteuerpflichtig sind, weil sie sich sowieso für jedes vergangene Quartal mit ihrer Buchführung beschäftigen müssen. Und sie empfiehlt sich für Künstlerinnen, die für die Schätzung im Herbst nie den Steuerbescheid vom vorigen Jahr nutzen können, sondern nur den vom vorvorigen Jahr, also für die Schätzung 2018 den Steuerbescheid für 2015.

Diese Versicherten ermitteln also ungefähr gleichzeitig mit der Umsatzsteuervoranmeldung für das letzte Quartal, also Anfang Mai, Anfang August, Anfang November und Anfang Februar den Gewinn für das letzte Quartal, multiplizieren diesen mit vier, und verwenden dann das Ergebnis als „geändertes voraussichtliches Jahresarbeitseinkommen“ in der Änderungsmitteilung an die KSK. Sie haben damit der KSK eine aktuelle und recht zuverlässige Basis für die Berechnung ihrer Beiträge geliefert. Ende November verwenden sie dann als „voraussichtliches Jahresarbeitseinkommen“ für das nächste Jahr den Durchschnitt der Summen aus den letzten vier Änderungsmitteilungen. Das ist kompliziert und deshalb ausdrücklich nur die zweitbeste Methode und aus praktischen Gründen nur für Umsatzsteuerpflichtige geeignet.

Beispiel:

Umsatz 1. Quartal: 12.320 €; Gewinn 8.790 €

8.790 € x 4 = 35.160 €

Dieses Ergebnis wird  als „geändertes voraussichtliches Jahresarbeitseinkommen“ in der Änderungsmitteilung an die KSK Anfang Mai geschickt.

Mehr und vor allem mehr über die beste Methode der Einkommensschätzung im Survival Kit digital plus Kap.6.1.9.2

 

11.4.2017

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Steuerklärung für 2016

bis 31.5.2017, in NRW für per Elster abgegebene Erklärungen bis 31.7.2017 – ich empfehle KSK-Versicherten aber, die Steuererklärung schon im Frühjahr abzusenden, damit rechtzeitig zur KSK-Schätzung des Jahreseinkommens der Steuerbescheid als Grundlage der Schätzung genutzt werden kann. Leider ist das ELSTER-Formular für GBR's wohl noch nicht verfügbar. Mehr im Survival Kit Kap. 6.1.9.2

zuletzt aktualisiert: 03.03.2017

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Fahrplan Berufseinstieg

Ein neues Special habe ich geschrieben zu den Fragen: Wie starte ich nach meinem Studium in den Job? Was muss ich wann tun, wenn ich einsteige ins Geld-Verdienen, in die Karriere? Den Text finden Sie gratis auf: http://kuenstlerrat.de/special_fahrplan.htm und im Survival Kit digital plus, Kap. 2.2

03.03.2017

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Soziale Lage Solo-Selbstständiger

Große Anfrage der Linken und die Regierungsantwort vom 21.12.2016. Aus der Antwort auf die Frage 144 geht hervor, dass zwischen 3.300 und 4.700 Anträge jährlich von der KSK abgelehnt wurden. Der häufigste Grund ist „fehlende Mitwirkung“ (S. 71). Das lässt aufhorchen: Möglicherweise machen sich Künstler Illusionen über die KSK oder sie scheitern fundamental mit dem Ausfüllen des Antrags. Wie gesagt, wer auf die KSK verzichtet, verzichtet auf 48.000 €. Zwischen 2.500 und 2.800 Widersprüche jährlich wurden behandelt (Ca. Angaben).

03.03.2017

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Altersarmut - Ein konkretes Beispiel

Ein in vielen Orchestern bekannter Solotrompeter war viele Jahrzehnte über die KSK versichert. Von der Rentenversicherung hat er sich befreien lassen durch den Abschluss einer Lebensversicherung. Vor dem Beginn der Rente hat er über die KSK nur rund 40 € an die Krankenkasse gezahlt. Bei Beginn der Rente (130 €) hat er seine Tätigkeit als Musiker beendet und damit ist er aus der KSK raus gegangen. Als Rentner wurde er als „freiwillig Versicherter“ eingestuft, weil er aus der Lebensversicherung laufende Bezüge von 400 € erhielt. Damit stieg sein Krankenversicherungsbeitrag auf 180 €. Inzwischen sind 31.000 € Schulden bei der Krankenkasse aufgelaufen, weil er natürlich weder von den restlichen 350 € leben kann und auch nicht vom Sozialgeld. Eine Kapitalabfindung vor Eintritt in die Altersrente wäre besser gewesen. Wer mit Bezug der Altersrente aussteigt aus der KSK, kann leider nicht wieder rein. Der Verbleib wäre besser gewesen. Hinterher ist mann immer schlauer. Also private Insolvenz anmelden mit Hilfe eines Schuldnerberaters.

03.03.2017

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private Krankenversicherung, Vor- und Nachteile

 
Vorteile:
·      Keine Rezeptgebühr
·      Meist weniger Wartezeiten
·      Je nach Tarif meist 2-Bett-Zimmer im Krankenhaus
·      Je nach Tarif meist Chefarzt-Behandlung im       Krankenhaus
Nachteile:
·      Kein Mutterschaftsgeld
·      Kein Kinderpflegekrankengeld
·      Kinder und Hausmänner nicht gratis familienmitversichert
·      Steigende Beiträge mit zunehmendem Alter und Risiko
·      Bei Neu-Abschluss möglicherweise Gesundheitsprüfung
·      Nicht gender-neutral
·      für KSK-Versicherte Krankengeld nur ab der 7. Woche und für Angestellte im Rahmen der Lohnfortzahlung
·      Späterer Wechsel zur gesetzlichen KV nur schwer möglich
Mehr im Survival Kit digital plus im Kap. 6.1.8.2

 

04.03.2017

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wesentliche Bürokratie-Änderungen 2017

In dem Überblick über die wesentlichen Bürokratie-Änderungen, die es zum Survival Kit digital plus ABO gratis dazu gibt, sind folgende Themen dargestellt (sie sind natürlich auch im aktuellen Survival Kit digital plus enthalten)

  • TV Werbung bei der GVL meldefähig
  • Mindestgage an Theatern
  • Selbständige Bühnenkünstler der freien Tanz- und Theaterszene können sich ab 1. Januar 2017 bei der Versorgungsanstalt der Dt. Bühnen freiwillig versichern, mit Haken
  • Pensionskasse der Rundfunkanstalten offen für die Altersvorsorge für freischaffende SchauspielerInnen
  • Neue Rechengrößen in der Sozialversicherung 2017 (und vieles mehr)

 

03.03.2017

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Elterngeld-Bezugsmonate

Durch geschicktes Festlegen der Bezugsmonate für Elterngeld im Elterngeldantrag kann die Anrechnung von Hinzuverdienst vor allem von selbständigen Künstlerinnen möglicherweise vermieden werden. Festlegung kann später geändert werden. Mehr im Survival Kit digital plus im Kap. 7.5.

 

03.03.2017

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Statusfeststellungsverfahren

Der siebenseitige Antrag auf Feststellung des sozialversicherungsrechtlichen Status V0027 enthält einige Tücken. Es sollte zusammen mit dem Auftraggeber ausgefüllt werden, denn meist kommt dieser Fragebogen nach einer Betriebsprüfung beim Auftraggeber durch die DRV dann auch zum Auftragnehmer. Es dürfte im Interesse des Auftraggebers sein, dass diese Fragen mit Bedacht beantwortet werden. Deshalb sollte der Aufwand des Auftragnehmers auch durch den Auftraggeber honoriert werden.

Vorsichtige Arbeitgeber vereinbaren mit dem Auftragnehmer, dass der Job mit einem Statusfeststellungsverfahren überprüft wird und dass etwaige Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen zu Lasten des Auftragnehmers gehen und dass deshalb Teile des Honorars zurückgehalten werden. Das widerspricht aber m.E. den gesetzlichen Regelungen.

Warnung! Die meisten Statusfeststellungsverfahren gehen nach hinten los, d.h. führen zu hohen Nachzahlungen, weil der Mitarbeiter als Arbetinehmer definiert wird.

Mehr im Survival Kit digital plus im Kap. 6.1.11.2

 

03.03.2017

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Verbraucherstreitbeilegungsgesetz

Seit dem 01.02.2017 müssen alle Unternehmen, die mit Verbrauchern Verträge abschließen, eine Webseite unterhalten oder Allgemeine Geschäftsbedingungen verwenden, den Verbraucher über Streitbeilegungsverfahren und für ihn zuständige Verbraucherschlichtungsstelle zu informieren.

Das könnte so aussehen: "Die Europäische Kommission stellt unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ eine Plattform zur außergerichtlichen Online-Streitbeilegung (sogenannte OS-Plattform) bereit."

Ausgenommen von dieser Informationspflicht sind die Unternehmen, die zehn oder weniger Personen im vorangegangenen Jahr beschäftigten. Verbraucherstreitbeilegungsgesetz, besonders § 36 und 37, und  Informationspflichten nach dem VSBG

 

06.03.2017

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Musikmix, GEMA und GVL

Zahlen muss frau auch, wenn sie z. B. von der Original-Tonträger (am besten CD!) eine Kopie für den MP3-Player für die Wiedergabe in der Aufführung herstellt. Weil es sich um eine genehmigungspflichtige Bearbeitung handelt. Es empfiehlt sich also, den Original-Tonträger zu verwenden. Die zusätzliche Gebühr für das Herstellen eines Musikmix, der dann z.B. über Fußschalter abgerufen wurde, von 13 Min. betrug nach Tarif GVL LTH 1 273 €, der Gesamtbetrag bei der GEMA dann 340 € plus MWSt. Mit Musikdownloads kann es noch schwieriger werden. Mehr Survival Kit Kap. 11.1.4.

 

03.03.2017

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Umsatz nur teilweise befreit

Befreit sind bei Theatern und Orchestern „die eigentlichen Theaterleistungen einschließlich der damit üblicherweise verbundenen Nebenleistungen“, das bedeutet: alles andere ist umsatzsteuerpflichtig, aber nur wenn „alles andere“ über die Grenze von 17.500 € kommt. Auf Rechnungen für dieses Andere (Kurse) also schreiben „umsatzsteuerbefreit nach  § 19 UStG“.

Die Umsatzsteuerpflicht wird ausgelöst, wenn die Umsätze im Vorjahr über 17.500 € lagen. Eigentlich umsatzsteuerfreie Umsätze reduzieren die Auslösungsgrundlage. Die Umsatzsteuerpflicht entsteht nur auf Grund des USt-pflichtigen Umsatzes (§ 19,3,1 UStG).
Sollten Sie also im Vorjahr umsatzsteuerfreie Umsätze nicht wegen § 19 sondern z.B. als Regisseur für umsatzsteuerbefreite Theater oder als Honorarkraft für Jugendhilfeträger getätigt haben, dann kann es sein, dass Sie durch all diese USt-freien Umsätze  gar nicht über die 17.500 €-Grenze kommen und Sie haben ein weiteres umsatzsteuerfreies Jahr gewonnen. mehr Survival Kit, Kap. 4.7.

 

03.03.2017

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03.03.2017

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zuletzt aktualisiert: 3.7.2017